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Gewinn- & Umsatzsteuer-Rechner für E-Commerce (OSS)

Simuliere deinen echten Netto-Gewinn pro Verkauf: Plattformgebühren und die Umsatzsteuer des EU-Ziel-Landes (OSS) werden automatisch abgezogen.

Gewinn- & Umsatzsteuer-Simulator (OSS)

Plattformgebühr und Ziel-Land wählen — der Simulator zieht Umsatzsteuer und Provision ab und zeigt deinen echten Netto-Gewinn.

Verkaufsprovision auf den Bruttopreis. FBA-Versandgebühr separat als Versandkosten eintragen.

Der Standardsteuersatz des Ziel-Landes wird automatisch angewendet (OSS-Prinzip).

Ergebnis pro Verkauf
Gewinnbringend
Netto-Gewinn nach USt & Gebühren
8,30 €
Marge: 27,7%
Aufteilung des Bruttopreises29,99 €
Kosten (41%)Gebühren (15%)USt (16%)Gewinn (28%)
Nettoerlös (ohne USt):25,20 €
Umsatzsteuer 🇩🇪 (19%):4,79 €
Plattformgebühr (Amazon, 15,0%):4,50 €
Waren-, Versand- & Sonstige Kosten:12,40 €
Netto-Gewinn:8,30 €

Unverbindliche Modellrechnung mit ca.-Werten (Gebührenstand: 2026-07) — keine Steuer- oder Rechtsberatung. Tatsächliche Gebühren und Steuersätze hängen von Kategorie, Vertrag und Einzelfall ab.

KudTax erkennt das Ziel-Land jeder Bestellung und ordnet den richtigen Steuersatz automatisch zu — inklusive OSS-fähiger Auswertung.

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Hinweise zur Verarbeitung findest du in der Datenschutzerklärung.

LEITFADEN & HINTERGRUND

Netto-Gewinn im EU-Handel: Warum das Ziel-Land über deine Marge entscheidet

Ein Preis, drei Länder, drei Margen

Der Bruttopreis bleibt gleich, die Marge nicht. Das folgende Beispiel rechnet einen Artikel zu 29,99 € brutto durch: verkauft über Amazon mit ca. 15 % Verkaufsprovision auf den Bruttopreis, 8,50 € Wareneinsatz und 3,90 € Versand- bzw. Fulfillment-Kosten. Provision und Kosten sind in allen drei Zeilen identisch — verändert wird ausschließlich das Ziel-Land des Käufers.

Ziel-LandUSt-SatzNettoerlösUStPlattformgebührKostenNetto-GewinnMarge
Deutschland19 %25,20 €4,79 €4,50 €12,40 €8,30 €27,7 %
Italien22 %24,58 €5,41 €4,50 €12,40 €7,68 €25,6 %
Ungarn27 %23,61 €6,38 €4,50 €12,40 €6,72 €22,4 %

Zwischen Deutschland und Ungarn liegen rund 1,58 € pro Verkauf, also etwa 19 % weniger Gewinn — ohne dass sich Einkauf, Versand oder Provision geändert hätten. Bei 500 Bestellungen im Monat sind das knapp 800 €. Der Grund ist schlichte Arithmetik: Aus dem festen Bruttopreis wird die Steuer herausgerechnet, also 29,99 € geteilt durch 1,27 statt durch 1,19. Verstärkt wird der Effekt dadurch, dass Marktplätze ihre Provision auf den Bruttopreis inklusive Steuer berechnen: Die Gebühr bleibt bei 4,50 €, obwohl der Nettoerlös um 1,58 € gesunken ist.

Was daraus für die Kalkulation folgt

Aus dem Margenloch führen zwei Wege. Entweder Sie halten den Bruttopreis EU-weit konstant und akzeptieren, dass Hochsteuerländer weniger Deckungsbeitrag liefern — dann sollten Sie zumindest wissen, welcher Markt welchen Beitrag leistet. Oder Sie rechnen pro Land vom gewünschten Netto-Gewinn zurück und passen den Bruttopreis an. Der Simulator unterstützt beide Wege: Ziel-Land wechseln und beobachten, wie sich die Anteile für Umsatzsteuer, Gebühr, Kosten und Gewinn verschieben. Wer über Amazon FBA versendet, ermittelt die Versandkosten vorher mit dem Amazon Gebührenrechner und trägt den Wert hier als Versand- bzw. Fulfillment-Kosten ein — Verkaufsprovision und FBA-Versandgebühr sind zwei getrennte Posten.

Die OSS-Konsequenz in der Buchhaltung

Nach Überschreiten der EU-weiten 10.000-€-Schwelle gilt für B2C-Fernverkäufe das Bestimmungslandprinzip; gemeldet wird gesammelt über das One-Stop-Shop-Verfahren. Für die Buchhaltung heißt das: Jeder Verkauf braucht ein eindeutiges Ziel-Land und den dort angewendeten Steuersatz. Ein pauschaler EU-Sammelumsatz reicht nicht, die Erlöse müssen pro Land und pro Steuersatz getrennt vorliegen. Genau hier scheitern viele Marktplatz-Auswertungen: Auszahlungen kommen gebündelt, das Länderkennzeichen steckt nur in den Transaktionsberichten. Wie sich diese Aufteilung sauber aufsetzen lässt, beschreibt unser Beitrag zur Umsatzsteuer im E-Commerce ausführlich.

Grenzen des Modells

Der Simulator arbeitet mit den Standardsteuersätzen der EU-Länder; ermäßigte Sätze für einzelne Produktgruppen sind bewusst nicht abgebildet. Die Gebührenwerte sind vereinfachte ca.-Werte mit Stand-Datum, Waren-, Versand- und sonstige Kosten werden als Nettobeträge behandelt, und Ertragsteuern bleiben außen vor. Das Ergebnis ist eine unverbindliche Modellrechnung zur Orientierung und ersetzt keine Steuerberatung — für die verbindliche Beurteilung Ihres Einzelfalls sprechen Sie mit Ihrer Steuerberaterin oder Ihrem Steuerberater.

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Fragen & Antworten zum Thema

Für B2C-Fernverkäufe innerhalb der EU gilt nach Überschreiten der EU-weiten 10.000-€-Schwelle das Bestimmungslandprinzip: Es fällt die Umsatzsteuer des Landes an, in das geliefert wird. Die Meldung erfolgt gesammelt über das One-Stop-Shop-Verfahren (OSS).

Marktplätze wie Amazon und eBay berechnen die Verkaufsprovision üblicherweise auf den Bruttoverkaufspreis inklusive Umsatzsteuer und Versandkosten — genau so rechnet auch dieser Simulator.

Nein, es sind bewusst vereinfachte ca.-Werte mit Stand-Datum. Tatsächliche Provisionen hängen von Kategorie, Preis und Vertrag ab. Für exakte Amazon-Gebühren inklusive FBA-Größenklassen nutz unseren Amazon Gebührenrechner.

Nein. Der Simulator liefert eine unverbindliche Modellrechnung zur Orientierung und stellt keine Steuerberatung im Sinne des StBerG dar. Für verbindliche Aussagen wende dich an deine Steuerberaterin oder deinen Steuerberater.

Der Simulator verwendet ausschließlich den Standardsteuersatz des gewählten EU-Landes, zum Beispiel 19 % für Deutschland oder 27 % für Ungarn. Ermäßigte Sätze für einzelne Produktgruppen wie Bücher oder Lebensmittel sind bewusst nicht hinterlegt, weil sie von der Einordnung des Produkts abhängen. Wenn Sie brutto und netto mit einem abweichenden Satz trennen möchten, nutzen Sie unseren Umsatzsteuer-Rechner; die Einordnung Ihrer Produkte klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.
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